Sep192011

Braucht man in Australien ein Autonavi?

Wir wurden schon einmal gefragt, wie wir denn in Australien den Weg gefunden haben…
Nun ja, bei ganz vielen Straßen ist das eigentlich überhaupt kein Problem – es geht ja die nächsten tausend Kilometer eh immer geradaus.
In den Städten sieht das natürlich schon wieder ein wenig anders aus. In Sydney würde es mit dem Autofahren schon ein wenig anspruchsvoller, es halt eine Großstadt und da verfährt man sich mal leicht – wenn man denn ein Auto hat. Wir haben unser Auto erst in Adelaide gebucht und da war es nicht so schwierig (wobei mein Smartphone ein eingebautes Navi hatte). Die Überlegung war natürlich schon, ob wir einen Geländewagen mit Navi mieten werden. Aber es war nicht so einfach einen Vermieter zu finden, bei dem im Auto ein Navi eingebaut ist – da haben wir uns dann einfach mal auf die in meinem Handynavi eingebauten weltweiten Straßen verlassen. Was zwar zur Folge hatten dass wir in Adelaide und Darwin nicht immer ganu wussten wo wir sind, aber dahin gefunden haben wo wir hinwollten. Und jetzt verrate ich auch noch den großen Trick dahinter: Es gibt tatsächlich noch echte Karten aus Papier! Da sind Straßen und Orte drauf gemalt und wenn man diese archaische Kunst beherrscht, so wie wir zwei Abenteurer, dann braucht man unter Umständen gar kein Navi 😉

Aug092011

Great Ocean Road: Die bekannteste Straße Australiens

Die Great Ocean Road ist die wohl bekannteste Straße Australiens, welche neben einer atemberaubenden Landschaft auch jede Menge interessante Ortschaften zu bieten hat, die man während seiner Tour auf der sogenannten B100 passiert. Die Great Ocean Road befindet sich im Süden des Bundesstaates Victoria und zieht sich gute 250 Kilometer entlang der markanten Felsküste. In regelmäßigen Abständen wurden auf der sehr kurvenreichen Straße tolle Aussichtspunkte (Lookouts) errichtet, von denen man einen guten Überblick bezüglich der charakteristischen Landschaft erhält.

Des Weiteren können auf dem Weg mit etwas Glück sowohl Koalas als auch vorbeiziehende Wale und Delfine beobachtet werden. Aber auch leidenschaftliche Surfer, seien es Anfänger oder Fortgeschrittene, kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. So ist beispielsweise Torquay weltweit unter Wellenreitern für seine ausgezeichneten „Breaks“ bekannt und zieht daher auch massig Surfer an, die hier ihre Künste unter Beweis stellen. Torquay ist nicht nur der offizielle Beginn der Great Ocean Road, sondern auch die inoffizielle Hauptstadt der Surfer. Des Weiteren sollte auch jeder Natur-Fan die Umgebung der B100 zu schätzen wissen, da die lange Straße von den uralten Wäldern des Great Otway National Parks umgeben wird. Gerade in den heißen Sommermonaten (November – Februar) spenden diese reichlich Schatten und laden zu ausgiebigen Wanderungen ein. Egal ob kurze Rundwege oder sich über ein mehrere Tage erstreckende Wanderwege mit guten Camping-Möglichkeiten, hier kann jeder seinen Interessen nachkommen.
Das wahrscheinlich bekannteste Highlight der Great Ocean Road sind die sogenannten 12 Apostel, die sich bei Port Campbell befinden und jedes Jahr unzählige Touristen magisch anziehen. Der Grund liegt darin, dass sich die außergewöhnlichen Felsformationen im wilden Ozean befinden und bei Sonnenuntergang einfach ein atemberaubender Anblick sind. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Great Ocean Road, egal ob für Kinder, Erwachsene, Sportler oder Naturliebhaber, eine außergewöhnliche Straße ist, die für fast jeden Geschmack etwas zu bieten hat und bei einem Australien-Besuch definitiv erkundet werden sollte.

Aug092011

Work & Travel: Arbeiten und Reisen in Down Under

Das weltweit bekannte Work & Travel Programm für den 5. Kontinent wird jedes Jahr von unzähligen internationalen Abenteurern in Anspruch genommen. Um das so begehrte Working Holiday Visum zu erhalten und in Australien während des Reisens auch arbeiten zu dürfen, müssen jedoch ein paar Auflagen erfüllt werden. So muss der Antragssteller beispielsweise mindestens 18 Jahre alt sein und darf das 30. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Des Weiteren ist es nur möglich diese Art von Erfahrung in Australien zu sammeln, wenn man einen gültigen Reisepass einer von der australischen Regierung anerkannten Nationalität besitzt. Dies hat den Grund, da Australien nur denjenigen Nationen ein Work and Holiday Visum ausstellt, die im Gegenzug den australischen Staatsbürgern ebenfalls eine Reise- und Arbeitsgenehmigung mit denselben Konditionen gewährt. Außerdem ist es erforderlich, 5000 Euro auf seinem Konto zu haben, sodass man stets finanzielle Rücklagen hat und im Notfall das Land problemlos wieder verlassen kann. Auch wenn es für die meisten Teilnehmer nicht sehr schwierig ist, einen Job in Australien zu erhalten und das Reisebudget aufzubessern, so gibt es natürlich keine Jobgarantie und die Maßnahme der finanziellen Absicherung erscheint daher verständlich.

Dennoch ist zu erwähnen, dass die meisten Backpacker gut zurechtkommen und neben dem Arbeiten meist auch genug Zeit haben, den faszinierenden Kontinent auf der Südhalbkugel umfassend zu erkunden. Wer plant, ein weiteres Jahr in Down Under zu verweilen, der hat die Chance, sein Vorhaben zu verwirklichen, indem er mindestens 3 Monate in einer abgelegenen Region bestimmte Arbeiten, wie beispielsweise Farmarbeit, verrichtet. Diese sogenannten „designated areas“ inklusive der erforderlichen Arbeitsfelder sind auf der Webseite der australischen Immigrationsbehörde zu finden. Somit kann man tatsächlich ganze zwei Jahre auf dem 5. Kontinent reisen, seine Englischkenntnisse verbessern und dabei wertvolle Arbeitserfahrungen auf dem internationalen Arbeitsmarkt sammeln.

Zudem nutzen viele Junge Menschen das Work & Travel Programm als Auszeit von dem konventionellen Alltagsleben zu Hause oder als Überbrückung der Zeit zwischen Schule und Ausbildung/ Studium. Aber auch eine nicht zu unterschätzende Anzahl an Work and Holiday Touristen kommen nach Down Under, um eine Sprachschule zu besuchen oder sich an einer bestimmten Bildungsinstitution für meist ein bis drei Monate weiterzubilden. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Work & Travel Programm eine tolle Möglichkeit für jeden darstellt, der Australien mit seiner einzigartigen Landschaft, seiner markanten Flora & Fauna, den äußerst offenherzigen „Aussies“ sowie seinem bestens auf Rucksackreisende eingestellten Tourismus ausführlich zu erforschen.

Oct112008

Nachtrag Barramundi angeln

Weil der Barramundi in Deutschland doch eher ein unbekannter Fisch ist, bekommen wir zu diesem Thema häufiger Nachfragen. Also hab ich mich mal schlau gemacht und ein wenig die Wikipedia durchstöbert:

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Sep282008

Nachtrag zu „Staircase to the moon“

Leider war es uns ja nicht vergönnt, die „stairway to the moon“ live zu erleben, aber nachdem es immer schwer ist zu erklären, was das denn nun wirklich ist, und wir ja leider keine eigenen Fotos zeigen können, möchte ich an dieser Stelle einfach auf die offizielle Broom Staircase to the moon Seite verweisen:

http://broomewa.com/cam/StaircasetotheMoon.htm

May032008

Heimflug mit Schwierigkeiten

Viel Zeit blieb uns in Cairns nicht mehr, und so kehrten wir nach einem kurzen Ausflug und einem Eiskaffee in der City wieder ins Hotel zurück, unsere Siebensachen hatten wir schon am Morgen gepackt, checkten aus und ließen uns vom Shuttle Service zum Flughafen bringen.

Die Security in Cairns nahm es besonders genau und so durfte ich meine Zahnpastatube in der deutlich erkennbar nur noch ein kleiner Rest Zahnpasta enthalten war, nicht im Handgepäck lassen, da die Tube an sich mehr als 100 ml fassen kann. Ich bin so erleichtert, dass denen das aufgefallen ist. Jetzt fühle ich mich vor den bösen Terroristen doch schon gleich viel sicherer! Nach dem Durchleuchten der Tasche fing die nette Dame wieder eine Diskussion an, denn ich hatte noch eine angebrochene 2g Tube Bepanthen Nasensalbe, die nicht in einer wiederverschließbaren Plastiktüte war, und Ihrer Definition nach fällt das unter Gel und Flüssigkeiten. Die Tatsache, dass ich damit nach Australien und auch innerhalb Australiens schon geflogen bin, zählte nicht und so musste ich mich von weiteren Teilen meines Gepäcks trennen. Reichlich genervt machten wir uns auf den Weg zum Gate, aßen noch eine Kleinigkeit und wollten ins Flugzeug einsteigen. Ich war schon fast drinnen, da fiel dem Mitarbeiter von JetStar, die den Quantas-Flug übernommen hatten auf, dass meine Handgepäckstasche doch recht schwer aussah. Er hob sie hoch und sagte nur: „Viel zu schwer!“ Netterweise durfte ich noch herausnehmen was ich für den Flug brauchte und dann erklärte er mir, dass der Koffer eingecheckt werden müsste, da er nicht oben im Passagierraum befördert werden könne. Ich nahm nur das Notobook mit und dachte, mir, schön, dann kann ich eben unbeschwerter Reisen.

Nach ein paar Stunden Flug erreichten wir dann Singapur und da wir genügend Wartezeit hatten, wollten wir das kostenlose Internet am Flughafen benutzen. Das funktioniert ganz einfach, man meldet sich einmal an und bekommt dann ein Passwort per SMS zugesendet. Also griff ich in meine Hosentasche um mein Handy rauszunehmen und was stellte ich fest? Kein Handy! Mist, ich versuchte mich zu erinnern, ob ich es nach der fruchtlosen Diskussion am Flughafen in Cairns ins Handgepäck gesteckt habe oder nicht – und es fiel mir nicht mehr ein. Nachschauen konnte ich auch nicht, denn mein Handgepäck wurde nun ja durchgecheckt bis Frankfurt! Wir nahmen dann halt einfach Stählers Handynummer und ich werde dann wohl in Frankfurt erfahren, ob mein Telefon noch in Cairns weilt, oder ob ich es doch eingesteckt habe…

May022008

2. Tauchtag, Great Barrier Reef

Der zweite Tag an Bord der Kanguru Explorer ging schon recht zeitig los: um 5:30 ertönte der Weckruf für den Morning Dive – und da ich ja auch was davon haben wollte, beschloss ich, ebenfalls schnorcheln zu gehen. Außerdem wollte ich natürlich die Unterwasser-Videokamera, die ich mir in Cairns geliehen hatte, ausprobieren. Nach den Schnorchelgängen von gestern fühlte ich mich sicher genug, auch noch ein weiteres Teil mit mir herumzuschleppen.

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May012008

1. Tauchtag, Great Barrier Reef

Relativ pünktlich um 8 stand der Abholservice vom Cairns Dive Center vor der Türe, um uns zu unserem 2tägigen Tauch/Schnorcheltrip abzuholen. Ein netter Fahrer mit unverkennbarem schweizer Akzent brachte uns zum Büro von CDC, wo wir den Papierkram erledigten und unser erstes Briefing bezüglich der Überfahrt zur Kanguru Explorer, unserem Schif für die nächsten zwei Tage, erhielten. Und diese Überfahrt hatte es dann auch schon in sich. Stähler hatte ein Mittel gegen Seekrankheit geschluckt, da er schon wusste, daß das bei ihm immer etwas problematisch ist. Da ich bisher nie wirklich Probleme mit Schifffahrten hatte, ließ ich es bleiben, allerdings muss ich sagen, daß sich das beinahe als Fehler herausgestellt hätte. Ich hatte es zwar bis zum Schluß gut unter Kontrolle, als jedoch unter den Engländern an Bord das lustige Wettkotzen in die freundlicherweise bereitgestellten Auffangtüten losging, da hatte ich dann doch meine Bedenken, ob das wohl gutgehen würde… Tat es aber – der alte Trick, den Blick fest auf den Horizont zu richten, hat sicher auch geholfen.

An Bord angekommen, wurden wir von einer freundlichen Crew begrüßt und wenig später waren wir auch schon zu unserem ersten Schnorchelgang bzw Tauchgang im Wasser. Insgesamt kamen wir dann am 2.5. noch auf 3 Tauchgänge respektive 2 Schnorchelgänge für mich.

Und – die Welt ist klein – wir trafen auf dem Schiff Christina und Nils wieder, die wir schon in Coober Pedy getroffen hatten.

Unter den Sichtungen waren unter anderem ein Hai, Stachelrochen und eine Meeresschildkröte.

Den Abend ließ ich dann noch mit interessanten Gesprächen mit einem netten Paar aus England und einigen Crewmitgliedern ausklingen.

Apr302008

In Cairns kann man leben…

Ziemlich übermüdet kamen wir in Cairns an, erkundigten uns am Flughafen nach einem Shuttle Service und nach versprochenen 10-15 Minuten, die meiner Uhr nach dann doch eher einer halben bis dreiviertel Stunde glichen, kam unser Shuttle Service, der uns in unser Hotel, das Bay Village Tropical Retreat, brachte.

Wir machten eine kleine Erholungspause und beschlossen dann, Cairns zu erkunden. Entlang der Esplanade machten wir uns auf den Weg ins City Center, und schon sehr bald stellten wir fest, dass Cairns ein Ort ist, an dem man es wirklich aushalten kann. Entlang der Esplanade sind überall kleine Rastplätzchen mit öffentlichen, kostenlosen Gasgrills an denen man sich sein BBQ bereiten kann. Ein Weilchen weiter kommt man am öffentlichen Freibad vorbei, das ebenfalls für jedermann kostenlos ist.

Da wir doch schon recht hungrig waren, bestellten wir gleich beim ersten Restaurant, das uns über den Weg lief etwas zu essen. Als wir das Essen dann in wunderschöner Atmosphäre dann auf dem Tisch hatten und erst recht später, als wir auch mal in einem echten Café gegessen hatten, merkten wir, dass dieses Essen ein echter Griff ins Klo war. Naja, wenigstens einigermassen satt wurden wir, das war aber auch schon alles, was man dem Gutes abgewinnen konnte.

Auf dem Nachhauseweg zum Hotel schlenderten wir an einem Didgeridoo-Geschäft vorbei und da fiel uns ein, dass wir ja noch eine CD mit authentischer Aboriginal-Musik kaufen wollten. Wir begannen ein Gespräch mit dem Ladeninhaber, der übrigens mit einer Deutschen verheiratet ist und Nürnberg nicht kannte, wohl aber Erlangen, ein Gespräch und wenige Minuten später waren wir mitten drin in unserer ersten Didgeridoo-Übungsstunde. Nach einer Weile kamen auch schon die ersten Töne, die tatsächlich nach Didgeridoo klangen aus dem ungewohnten Instrument. Nach wiederum einer etwas längeren Weile gelang es uns dann auch, ansatzweise die komplizierte Zirkuläratmung zu meistern und wir entschlossen uns zum Kauf eines Didge, wie der Australier zu sagen pflegt…

Dann kamen wir noch in den Genuß eines echten Essens, 2mal Fish and Chips für den Preis von einem und diesmal wirklich lecker!

Und weil der Abend noch jung war, namen wir im Anschluss gleich noch die nächste Didgeridoo-Stunde…

Apr292008

Auto abgeben und Darwin Flughafen

Da wir noch etwas Zeit hatten, bis wir das Auto in Darwin abgeben mussten, entschlossen wir uns, das Museum and Art Gallery of the Northern Territory zu besuchen. Das Museum hat einen sehr gut aufbereiteten naturhistorischen Teil, sehr viel sehr schöne Aboriginal Art und einen interessanten Teil über den Zyklon Tracey. Letzter wird unter anderem recht eindrucksvoll von Bill Bryson in seinem Buch „Frühstück mit Kängurus“ gut beschrieben.

Es gibt beispielsweise einen winzigen Raum, der stockdunkel ist und in dem in heftiger Lautstärke Originalaufnahmen von dem Sturm abgespielt werden, der 1974 Darwin fast komplett dem Erdboden gleich machte. Da ist man dann doch froh, wenn man heil und unversehrt das Museum wieder verlassen kann.

In der wenigen verbleibenden Zeit fuhren wir noch an den East Point, entschlossen uns dann aber, das Militärmuseum nicht mehr zu besuchen, da die Zeit dann doch etwas knapp geworden wäre und uns das Militärische dann doch nicht allzusehr interessiert…

Also fuhren wir weiter zum Partnergeschäft des TCC, das die Rückgabe des Autos abwickeln sollte. Nach langen treuen Diensten war es dann so weit: Wir mussten unseren Toyota LandCruiser wieder abgeben. 8442km weit hat er uns durch Australien gebracht. Oft über geteerte Strassen, aber oft auch in unwegsamem Gelände – immer zuverlässig aber durstig. Unter 15l/100km war nichts zu machen. Dennoch beschlich uns ein wenig Wehmut, da nun der Hauptteil unserer Australienreise, nämlich die Fahrt durchs Outback, endgültig zu Ende war.

Der nette Mitarbeiter der Autofirma hat nochmal alles mit uns durchgecheckt und dann ging es im Taxi zum Flughafen. Der für die nächsten langen Stunden erstmal unser Zuhause wurde, da unser Flug erst um 1:40 Uhr nachts weiterging. Wir nutzten die Zeit, um einige unserer zahlreichen Fotos zu beschriften und ein paar ältere Blogartikel fertigzustellen, außerdem kann man sich, wenn man lange genug an einem Flughafen herumsitzt ja auch prächtig langweilen, was wir dann auch taten.

Irgendwann war es dann so weit und unser „halte den Passagier eine ganze Nacht lang wach“-Inlands-Flug-in-Australien über Brisbane nach Cairns konnte starten.