Wir legen einen mittlerweile gut organisierten Blitzstart hin. Innerhalb von 30 Minuten haben wir das Zelt eingeklappt, alles verräumt und uns sogar noch schön gemacht
(Zähneputzen und Waschen). Obwohl wir so früh loskommen, sehen wir schon die Dämmerung aufkommen.

Am Sunrisepoint angekommen, herrscht schon geschäftiges Treiben. Viele sitzen mit Ihren Klappstühlen und Kameras schon bereit, um das Ereignis auf Celluloid oder Speicherkarte zu bannen. In bekannter Manier nehmen wir auf unserem Geländewagen wieder die Poleposition ein.
Um 8 Uhr startet der von einem Ranger geführte Mala-Walk, bei dem einiges über Aboriginie Nahrung und Zeremonien erzählt wurde. Uns wurde ein kleiner Einblick in die lokale Dreamstory gewährt, indem verschieden Orte am Uluru mit den zugehörigen Geschichten erläutert wurden. Im Anschluss des Mala Walks beenden wir die Umrundung des Uluru. Aus der Nähe betrachtet ist der Monotit doch sehr zerklüftet mit Höhlen, Schluchten und Überhängen. Plötzlich wird es vorstellbar, dass auch in der so unwirtlich scheinenden Gegend Menschen überleben und leben können. Trotz der Bitte der lokalen Aboriginie Community, den Uluru nicht zu besteigen, da er ja eines der wichtigsten Heiligtümer ist, können viele Touristen dem nicht widerstehen – schade!
Die Hitze ist inzwischen kurz vor dem Punkt, ab dem die Walks geschlossen werden, und deshalb beschließen wir, nur Walpa Gorge zu besichtigen, ein kurzer Abstecher in eine fantastische Schlucht in Kata Tjuta.
Auf der Weiterfahrt in Richtung Kings Canyon schlagen wir unser Bush Camp abseits des Lasseter Highways auf. Der Abend wird wie mittlerweile gewohnt bei Kochen (Milchreis), Lagerfeuer und genialem Sternenhimmel mit einer Flasche Rotwein begossen. Bald wird uns der aufgehende Mond helle Abende bescheren. Nachts fängt es gewaltig zu pfeiefen an, unser Dachzelt knattert im Wind.
