Tagesarchiv: Mittwoch, der 23. April 2008

Perlen, Krokodile und Sterne – ein Tag voller Attraktionen

Heute stehen die gestern gebuchten Events an. Zuerst suchen wir die Willie Creek Pearl Farm auf. Kompetente Mitarbeiter erläutern mit viel Witz und Sachverstand die Zucht und Pflege der Austern und selbstverständlich der Perlen. Wir bekommen lebendige Austern geszeigt und jeden Schritt der Perlenzuch erklärt. Ein Boot bringt uns auf die Farm raus, es werden ein paar Dinge gezeigt. Angeblich lebt ein relativ großes Salzwasserkrokodil in der Gegend um die Perlenfarm – man könnte sagen ein Perlenkrokodil. Die Suche nach dem Salties in den Mangroven bleibt aber leider erfolglos. Zufrieden fahren wir zurück nach Broome, um etwas einzukaufen und vollzutanken. Dazu kredenzen wir uns noch einen Cappucchino und starten durch zu DSC02894Malcolms Croc Farm. Um 3 Uhr ist Fütterung, die wollen wir uns nicht entgehen lassen. Sehr beeindruckend wird präsentiert, wie blitzschnell diese Tiere der Urzeit, seither haben sie sich nämlich nicht mehr verändert, aus dem Wasser schießen, die Beute schnappen und wieder im Wasser verschwinden. So sind schon Meschen im Outback spurlos verschwunden. Geschirrspülen am Creek und einen Wimpernschlag später steht das ungespülte Geschirr da und der Typ wurde/hat sich verdrückt. Kein Spaß, dass ist jedenfalls klar geworden. Die Warnschilder sollten ernst genommen werden. Malcolm selbst war heute Vormittag da und hat eine Führung gemacht. Es wäre ja zu schön gewesen, ihn persönlich zu treffen. Der mittlerweile 67 Jährige ist immer noch sehr aktiv und engagiert sich für die Crocs. Böse Crocs fängt er ein und bringt sie in den Park, in dem auch noch andere seltene und verbreitete Tiere zu sehen sind.

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DSC02998Es geht weiter zu Gregs Astro-Show. Wir sind etwas zu früh und können Greg beim Aufbau seiner Apparaturen im Outback zusehen. Greg sieht mit seinem Gesichtspullover und geflochtenen Pferdeschwanz aus, als wäre er ein begeisterter ZZ-Top Fan. Seiner Beschreibung nach sind wir ein kleines Stück Piste gefahren, um an den Treffpunkt zu gelangen. Dabei fuhren wir an einer Baugrube sehr großen Ausmaßes vorbei. Auf die Frage, was dort gemacht würde, bekamen wir die typisch australische Antwort: “They’re digging a hole” (Sie graben ein Loch). Sehr witzig! Später erfahren wir, was unsere Vermutung bestätigte, dass aus dem Loch der Belag für die Naturstraßen abgebaut wird, welche immer wieder mit den Gradern glattgezogen werden. Die Show beginnt, Greg erzählt und erzählt und langsam werden Zusammenhänge am Sternenhimmel klar, über die ich stets zu faul war, auch nur mal darüber nachzudenken. Warum bewegen sich die Sternzeichen, wie bewegt sich die Erde im Sonnensystem und um seine eigene Achse, welche Gestirnbewegungen werden dadurch hervorgerufen. Es wird ein bisschen mit Lichtjahren herumgespielt, um Größen, Helligkeiten und Entfernungen zu verdeutlichen. Obwohl der Himmel weitestgehend wolkenverhangen ist, holt Greg mit seinem Teleskop den Saturn mit seinem Ring und diversen Monden in greifbare Nähe.

Sehr zufrieden über den heutigen Tag gehen wir an einem Parkplatz Richtung Derby zu Bett.